Klangimpuls - Entspannung - Berlin


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Achtsamkeit



Achtsamkeit – den Augenblick leben

Der Begriff Achtsamkeit entstammt aus der buddhistischen Tradition und umfasst Vorstellungen und Praktiken die wesentlich älter als "unsere" 100-jährige Erfahrung mit moderner westlicher Psychotherapie sind. Achtsames Verhalten leistet einen wissenschaftlich belegten wichtigen Beitrag zur psychischen und körperlichen Gesundheit.

Achtsamkeit können Sie erlernen – Voraussetzung ist häufiges üben. Eine Möglichkeit dazu bieten wir Ihnen in all unseren verschiedenen Klangentspannungskonzepten.

Wir unterscheiden heute drei Facetten der Achtsamkeit.

  • eine nicht – wertende, annehmende Haltung gegenüber den eigenen inneren Reaktionen
  • Lenkung der Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment
  • Nichtreagieren auf Gedanken und Gefühle


Das Leben selbst soll wieder stärker ein Lehrmeister werden und nicht die Theorien und Haltungen unseres Verstandes. Für die anwendbare Praxis hier einige mögliche alltagstaugliche Hinweise.

- Konzentrieren Sie sich möglichst oft (mindestens zwei- bis dreimal am Tag!) ganz auf den Augenblick. Sagen Sie störenden Gedanken oder Impulsen, die Sie auf Vergangenes oder Künftiges lenken wollen, ein energisches "Stopp!". Falls dies (noch) nicht klappt, können Sie die Gedanken auch kommen oder gehen lassen (als wären es fremde Passanten, mit denen Sie nichts zu tun haben), aber folgen sie den Gedanken nicht! Kommen Sie in diesem Moment Ihres Lebens an und erleben Sie den damit verbundenen Frieden. Hören Sie auf, sofort immer dem nächsten Ziel nachzujagen. Näher als im Augenblick, werden Sie Ihrem Glück nie kommen. Erwartungen wie "Wenn ich erst einmal..., dann..." sind eine Illusion.

stilisierte Person mit seitlich ausgestreckten Armen

- Nehmen Sie das an, was Ihnen das Leben gerade bietet. Klagen Sie nicht über noch Fehlendes und träumen Sie nicht von Besserem. Was Sie von Ihrer momentanen Zufriedenheit abhält, sind vor allem Ihre Vorstellungen davon, wie etwas zu sein hat. Lassen Sie wenigstens zeitweise alles los, was Sie innerlich belastet, und schließen Sie Frieden mit sich und Ihren Mitmenschen. Wertschätzen und genießen Sie, was Ihnen schon jetzt verfügbar ist. Strampeln Sie nicht immer gegen alle möglichen Widrigkeiten. Pausieren Sie mit pausenlosen Anstrengungen. Lassen Sie sich auch einmal mit der Strömung des Lebens treiben. Glück ist nur jetzt erlebbar und nicht im Hoffen auf eine ferne Zukunft oder im Erinnern an Vergangenes. Wenn Sie sich auf den Augenblick einlassen, werden Sie mehr erhalten – nicht, weil Ihnen mehr gegeben wird, sondern weil Sie selbst mehr ZULASSEN!

- Suchen Sie sich aus dem momentanen Augenblick etwas aus (eine Pflanze, eine Landschaft, einen Menschen, eine Stimmung, eine Szene), in das Sie sich mit allen Sinnen vertiefen. Setzen Sie wirklich alle Sinne ein, um zum momentanen Augenblick in "vollen Kontakt" zu treten. Gönnen Sie sich dafür jeden Tag ausreichend Zeit (mindestens 10 bis 15 Minuten).

- Entdecken Sie Ihre Sinne neu: Atmen Sie langsam und bewusst die frische Morgenluft ein. Spüren Sie, in welche Teile Ihres Körpers der Atem fließt. Gehen Sie öfter barfuß, um den Boden und seine unterschiedliche Beschaffenheit zu spüren. Verzehren Sie Speisen achtsamer, indem Sie langsamer und genussvoller essen und auf die Vielfalt der Geschmacksqualitäten achten. Unterscheiden Sie die Vielfalt der Sie umgebenden Geräusche. Erleben Sie bewusst „Stille“. Entdecken Sie die "Fülle des Lebens".

- Betrachten und wertschätzen Sie Ihre Sinne als "Kontaktorgan" zur Realität. Im Zustand der Achtsamkeit sind wir dank unserer Sinne mit dem Leben in Kontakt, erscheint unser Leben "sinn - voll" und stimmig (= kohärent = auf die übrige Welt bezogen) und fühlen wir uns nicht mehr einsam. Genießen Sie es, mit allem "verbunden" zu sein.

- Lassen Sie sich, egal wie alt Sie sind, auf "Spielen" ein, ohne Sinn und Nutzen zu hinterfragen. Üben Sie dadurch, im Hier und Jetzt zu bleiben und das wahrzunehmen, was gerade ist, und nicht das, was Sie eigentlich noch gerne hätten.

- Schalten Sie in der Sexualität vor allem dann Ihren Kopf aus, wenn dieser ihr Verhalten oder das des Partners bzw. der Partnerin „kommentiert“ oder bewertet. Denn ein Kommentator ist immer ein "Außenstehender", also jemand, der gerade nicht „selbst dabei ist“. Treten Sie weniger durch Gedanken als durch Ihre Sinne zu Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin in Kontakt.

- Vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Sobald Sie sich vergleichen, verlassen Sie den "erlebten Moment" und begeben sich auf eine abstrakte Ebene. Nehmen Sie Ihr Gegenüber so wahr, wie er oder sie nun mal zu sein scheint und lassen Sie sich auf genau diese Person ein und nicht auf das Bild, was Sie von dem oder der Betreffen vielleicht lieber hätten. Machen Sie sich bewusst und akzeptieren sie, dass jeder Mensch den Augenblick anders erlebt und dass es dafür kein "richtig" oder "falsch" (sprich: einen Maßstab) gibt.

- Nehmen Sie Zeitdruck als einen Hauptfeind der Achtsamkeit wahr. Beide sind unvereinbar.

- Auch endlose "To do" - Listen und ein pausenlos kommentierender "innerer Kritiker" geben der Achtsamkeit kaum eine Chance. Da wo Achtsamkeit gelebt wird, verlieren "To do" - Listen und innere kritische Stimmen automatisch an Bedeutung.

- Orientieren Sie sich an "Genusstrainings". Denn Genuss setzt Achtsamkeit voraus. Anregungen finden Sie in Büchern. Auch die Wellness - Industrie entwickelt und bewirbt ständig neue Möglichkeiten. Klassische Genuss-Quellen sind beispielsweise Spaziergänge, Bäder, Massagen, Sonnenbäder, Aromen und Musik.

- Trainieren Sie sich darin, "Selbstverständliches" oder "Altvertrautes" neu kennen zu lernen. Hier hilft die sog. Rosinenübung, bei der man eine Rosine erst betrachtet, sie dann betastet, mit ihr im Mund spielt, sie dann Minuten lang zerkaut und dabei bewusst schmeckt (während man sie früher oft "unachtsam" hinunterschluckte). In aller Regel ist man bei dieser Neuentdeckung der Rosine überrascht, wie vielseitig die winzige Frucht ist und welche unterschiedlichen Erlebnismöglichkeiten ein achtsamer Umgang mit ihr eröffnet.

- Eine Haltung von "Dankbarkeit" erleichtert es uns, den Augenblick wahrzunehmen und zu schätzen. Fragen Sie sich daher am Ende eines jeden Tages, wofür Sie heute dankbar sein dürfen, was Ihnen das Schicksal oder Gott (wie immer Sie es sehen oder nennen wollen) an Gutem geschenkt hat.

- Führen Sie ein Achtsamkeitstagebuch, um sich zu konsequentem Üben anzuhalten und Ihre Entwicklung zu dokumentieren.


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